Regenbogen über Feld
 

Taufe... wie aufregend... 

Sie wollen ihr Kind taufen lassen?
Oder Sie als erwachsene Person sind noch nicht getauft und wollen das nun ändern? 

Herzlich Willkommen

hier auf unserer Infoseite zur Taufe. Hier finden Sie einige Informationen und hoffentlich Antworten auf erste Fragen. Falls nicht alle Fragen beantwortet werden, melden Sie sich gerne bei uns im Pfarramt.  
 

Taufe... und danach? 

Künftig wollen wir einmal im Jahr Tauferinnerung feiern. In diesem Gottesdienst wollen wir uns gemeinsam an die Taufe ihrer Kinder und vielleicht auch ein bisschen an unsere eigene Taufe erinnern. Denn: die meisten Evangelisch werden bereits als Babys oder Kleinkinder getauft und können sich an das eigentliche Geschehen am Taufstein nicht erinnern. Deshalb wollen wir im Gottesdienst nochmal deutlich machen: Gott hat in der Taufe Ja zu uns gesagt und wir gehen gemeinsam mit ihm durch unser Leben. 
 
Gottes Liebe und Zuwendung zu dem Kind ist nicht abhängig von der Kirchenzugehörigkeit seiner Eltern. Wenn kein Elternteil einer Kirche angehört, ist es Aufgabe der Paten, die christliche Erziehung des Kindes zu fördern. Wenn Sie dies unterstützen können, kann Ihr Kind getauft werden. Doch wie wäre es, wenn Sie anlässlich der Taufe Ihres Kindes wieder in die Kirche eintreten würden?
 
Ihr Pate war Zeuge der Taufe. Diese Patenaufgabe ist einmalig und lässt sich nicht rückgängig machen, auch wenn er seinen Aufgaben als Pate nicht gerecht wird. Deshalb können Sie den Paten nicht aus den Kirchenbüchern streichen lassen. Sie können aber auch nachträglich noch eine Person suchen, die die religiöse Erziehung Ihres Kindes begleitet.
 
Wir würden uns bei der Taufe unseres Kindes gerne kirchlich trauen lassen. Geht beides in einem Gottesdienst?
Selbstverständlich geht das. Viele Elternpaare machen die Erfahrung, dass die Dankbarkeit über die Geburt ihres Kindes sie auch als Paar verändert und ihre Beziehung vertieft. Dankbar suchen sie auch für sich als Ehepaar den Segen Gottes.
 
Die meisten Kinder werden bei uns als Kleinkinder getauft. Bei der Taufe eines kleinen Kindes wird besonders deutlich, dass Gottes Zuwendung zu einem Menschen von keiner Vorleistung abhängig ist, nicht einmal von einer Glaubensentscheidung. Dieser Aspekt der Taufe ist unserer Kirche gemeinsam mit vielen anderen Kirchen der Ökumene besonders wichtig. 
Es gibt aber auch christliche Kirchen, denen die eigene Entscheidung für den christlichen Glauben so wichtig ist, dass sie erst Jugendliche und Erwachsene taufen. Wählen bei uns Eltern für ihr Kind diesen Weg, kann das Kind dennoch den Religionsunterricht und den Kindergottesdienst besuchen. Vielleicht ist die Grundschulzeit oder der Konfirmandenunterricht die richtige Zeit, in der dann  die Entscheidung zur Taufe fällt.
Wenn Eltern die Taufe ihres Kindes aufschieben möchten, können sie in einem Gemeindegottesdienst Gott für ihr Kind danken und Gutes für es erbitten. Sie können ihr Kind immer wieder segnen.
 
Nein. Die Taufe verbindet alle christlichen Kirchen auf der ganzen Welt miteinander. Sie alle taufen mit Wasser und im Namen Gottes, „des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Dies geschieht in allen Kirchen nur ein Mal. Damit wird das Besondere der Taufe als eine bewusste Entscheidung zum christlichen Glauben ausgedrückt.
Will Ihr Kind, wenn es größer wird, einmal zu einer anderen Kirche gehören, also konvertieren, wird es in der Regel nach Gesprächen mit einem Pfarrer, einer Pfarrerin, meistens in einem Gottesdienst in die andere Glaubensgemeinschaft aufgenommen.  Aber getauft wird nicht noch einmal. Die Taufe gilt bis ans Lebensende. Sie bleibt sogar auch dann noch bestehen, wenn Ihr Kind später einmal aus der Kirche austreten sollte.
 
Natürlich. Kinder sind bei der Taufe ebenso willkommen wie die erwachsenen Gemeindeglieder.  Wenn Sie viele kleine Kinder in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis haben, sprechen Sie vorher mit Ihrer Pfarrerin, Ihrem Pfarrer, damit sie oder er sich in der Vorbereitung der Taufe darauf einstellen kann.
 
So schön Fotos sind, eine Taufe sollte kein „Fototermin“ sein. Sprechen Sie Ihren Wunsch im Taufgespräch an. Ihre Pfarrerin, Ihr Pfarrer kennt den Kirchenraum und weiß, was möglich ist, ohne den Gottesdienst zu stören. Die besten Fotos entstehen ohnehin, wenn sich nach dem Gottesdienst alle an der Taufe Beteiligten zu einem Gruppenbild um den Taufstein versammeln.
 
Denken Sie von Ihrem Kind her,
  • nicht von familiären Rücksichtnahmen,
  • auch nicht daran, dass Sie durch das Patenamt eine Freundschaft festigen könnten.
Stellen Sie sich Ihr Kind zusammen mit seinem Paten, seiner Patin vor:
  • Wer könnte über Jahre Ihr Kind verständnisvoll begleiten?
  • Wer hätte Zeit und die nötige Geduld für diese Aufgabe?
  • Wer hat eine Beziehung zur Kirche und versucht, seinen Glauben zu leben?
  • Wer würde für Ihr Kind oder mit ihm zusammen beten?
  • Zu wem hätten Sie als Mutter, als Vater Vertrauen?
Und wenn Sie jemanden fragen und sie oder er lehnt die Patenschaft ab, seien Sie nicht verärgert. Vielleicht war ja gerade die Ablehnung eine verantwortungsvolle und gut überlegte Entscheidung, die letztendlich Ihrem Kind zu Gute kommt.
 
Zumindest ein Pate sollte evangelisch sein, denn das Kind soll ja nicht nur in den  christlichen Glauben, sondern auch in „seine“ evangelische Kirche hineinwachsen.
 
In der Regel sollen Kinder bis zur Konfirmation bei einer Taufe evangelische Paten haben. Falls Sie niemanden finden, sprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer. Im Ausnahmefall ist auch eine Taufe ohne Paten möglich – wenn es andere Personen gibt, die für die christliche Erziehung des Kindes mit einstehen.
 
Nach dem Tod der Eltern entscheidet ein Vormundschaftsgericht, wer die Fürsorge für ein verwaistes Kind übernimmt. Diese bekommen dann nicht automatisch die Paten übertragen.
Paten verpflichten sich bei der Taufe, den Täufling bei der Entwicklung des eigenen Glaubens zu unterstützen. 
 
Das Patenamt stellt eine Beauftragung durch die Kirche dar, zur christlichen Erziehung des Täuflings beizutragen. Darum gehört die Mitgliedschaft in einer Kirche zu den Voraussetzungen für das Patenamt und für die Patenurkunde. Vielleicht kann Ihr Freund für die religiöse Erziehung Ihres Kindes dennoch eine Rolle spielen? Bei der Taufe kann er als Taufzeuge dabei sein, erhält jedoch keine Patenurkunde.